Missgeschicke auf Reisen

Bisher habe ich eigentlich nur über die positiven und schönen Dinge meiner Reise geschrieben. Aber natürlich ist auf einer mehrmonatigen Reise nicht immer alles Sonnenschein. Deshalb berichte ich heute einmal über meine Herausforderungen und Missgeschicke.

Hamburg Fotograf Alexander Tempel reist durch die Alpen auf der Suche nach zufriedenen Menschen

Eine Gewitterfront zieht über die Dolomiten in der Ferne

Hamburg Fotograf Alexander Tempel reist durch die Alpen auf der Suche nach zufriedenen Menschen

Eines der wichtigsten Elemente beim Reisen ist natürlich das Wetter. Mir macht es viel mehr Spaß unterwegs zu sein, wenn das Wetter passt. Mein ideales Reisewetter sieht wie folgt aus: 18 bis 25 Grad mit einem Sonne- und Wolkenmix. Auf meiner bisherigen Reise hatte ich großes Glück, denn das Wetter war meistens nach meinem Geschmack. In Südtirol gab es im Sommer als kleine Zugabe fast jeden Abend ein Gewitter, was mich nicht störte, da am nächsten Tag die Sonne wieder ihr bestes gab. Der Herbst war bisher sehr durchwachsen. Nach dem Temperatursturz von knapp 20 Grad auf 2 Grad, als ich bei Corinna und Martin am Wilden Kaiser war, hat sich das Wetter sehr launisch gezeigt. Dies macht das Reisen für mich etwas schwerer, da man mehr Zeit im Camper verbringt als man eigentlich möchte. Aber trotzdem war ich auch hier bisher vom Glück gesegnet, denn für alle Fotosession hat das Wetter gepasst :-).

Hamburg Fotograf Alexander Tempel reist durch die Alpen auf der Suche nach zufriedenen Menschen

Ein doppelter Regenbogen mit den Dolomiten im Hintergrund

Ein weiterer wichtiger Faktor beim Reisen ist die eigene Gesundheit. Krank sein ist unterwegs noch weniger schön als zu Hause. Zum Glück bin ich auch hier, bis auf eine kleine Erkältung gut durch die Reise gekommen, auch wenn es einmal fast schief gegangen wäre. Als ich mit Emanuel im Nationalpark Hohe Tauern zum Gletscher gewandert bin, bin ich durch ein Ausrutschen auf nassem Untergrund ordentlich auf die Schnauze gefallen. Zum Glück bin ich dabei nur auf die Seite gefallen, so dass weder Kameras (ich hatte zwei davon umhängen) noch mir etwas passiert ist, bis auf eine Prellung des Handgelenks. Dies hätte aber auch anders ausgehen können und ich hatte Glück im Unglück. Natürlich war es meine eigene Schuld. Ich hatte Emanuel einige Meter vorgeschickt, um ein perspektivisches Foto von ihm in der Landschaft zu machen. Anschließend wollte ich den Rückstand so schnell wie möglich aufholen. Durch eine kleine Unkonzentriertheit habe ich die nasse Gesteinsstelle übersehen und schon lag ich auf dem vom Gletscher glattgeschliffenen Untergrund.

Hamburg Fotograf Alexander Tempel reist durch die Alpen auf der Suche nach zufriedenen Menschen

Ungefähr an dieser Stelle hat es mir den Boden unter den Füßen weggerissen

Eine weiteres Missgeschick ist mit in Südtirol passiert, und dass obwohl es einer der besten Tage dieser Reise war. Am Vormittag hatte ich große Freude beim fotografieren von David und seine Ziegen. Danach ging es mit dem Auto weiter Richtung Corvara zum Hotelier Michil. Bei einem kurzen Stopp unterwegs war dann leider ein italienischer Wasserhydrant stärker als der Kotflügel meines Fahrzeugs. Ich hatte ihn übersehen und er hat eine tiefe bleibende Narbe im Fahrzeug hinterlassen. In der Vergangenheit hätte ich mich tagelang darüber geärgert. Ich hatte aber auf der Reise von meinen Protagonisten zu diesem Zeitpunkt schon einiges gelernt. Unter anderem: Lebe im Jetzt und nicht in der Vergangenheit. Ich konnte mein Missgeschick durch übermäßiges Ärgern nicht rückgängig machen und mit der Einstellung war der Ärger innerhalb von wenigen Minuten verflogen und ich konnte mich auf das Treffen mit Michil freuen. Und am Ende war ich vollkommen zufrieden mit diesem verrückten Tag - Schaden am Auto hin oder her.

Hamburg Fotograf Alexander Tempel reist durch die Alpen auf der Suche nach zufriedenen Menschen

🧐

Ich hoffe, es geht auch weiterhin alles so gut wie bisher!

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